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Alles vergeben! Wie man trotzdem eine eigene Domain findet

April 27, 2008 by  

domainsuche
Das Thema des Blogs steht fest, vielleicht sogar schon das Design und ein grobes Konzept. Doch eine wichtige Sache fehlt noch: Der Domainname! Was nun?

Bild-Quelle: ZaraJay | Lizenz

Welches Thema willst Du überhaupt behandeln?

Sicherlich solltest Du Dir erst mal ausgiebig Gedanken über das Thema Deines Blogs machen! Einfach aus der Laune heraus eine lustige Domain zu konnektieren, ist normalerweise nicht die intelligenteste Wahl. Schließlich kommen mit der Registrierung auch Folgekosten auf Dich zu.

Auch wenn diese im Regelfall gering ausfallen, kann sich im Laufe der Zeit, schon eine erhebliche, monatliche Gebühr entwickeln.

Und mal ehrlich: Wie schwer ist es eine bereits registrierte Domain wieder zu löschen? Ich meine: Sehr schwer! Sie könnte ja nochmal was Wert sein. Irgendwann findet man bestimmt ein geeignetes Projekt für den Namen. Lieber vorher entscheiden!

Eigenname vs. Keyword URL

Sehr grob kann man Domains in zwei Arten klassifizieren. Eigennamen und Keyword URLs. Durch einen Blick in die Technorati TOP 100 kann man dies ganz gut veranschaulichen:

Eigenname:
engadget.com | gizmodo.com | boingboing.net | mashable.com

Keyword URL:
problogger.net | drudgereport.com | searchengineland.com | dailyblogtips.com | macrumors.com

Wahrscheinlich sind individuelle Namen eher einprägsam als Keyword-URLs, doch durch die Kombination der verschiedenen Worte bei letzterem, kann sich der neue Name, wie hier zum Beispiel dailyblogtips.com auch sehr schnell einprägen und einen hohen Bekanntheitsgrad erlangen.

Aus SEO Perspektive sollen Keyword-URLs helfen, bei Suchmaschinen höher gerankt zu werden. Die selbst ernannte SEO-Woman, Alexandra Lindner, hat sich mit dem Thema etwas detaillierter auseinandergesetzt, die Pros und Contras einer Keyword URL sehr gut recherchiert und auch selber google Suchergebnisse analysiert. Wenn Du etwas tiefer in die Materie gehen möchtest, ist ein Blick auf diesen Post sehr empfehlenswert.

Domain-Recherche und die damit verbundenen Gefahren

Nachdem das grobe Themengebiet bekannt ist oder ein Eigenname gefunden wurde, kann die Recherche nach einem neuen Domainnamen beginnen. Doch wo anfangen?

Da schon so viele Domains vergeben sind, wird man wahrscheinlich auch sehr viele Abfragen tätigen müssen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten! Wie auch schon Richard Martin in seinem Domain-Blog schriebt, können WHOIS Domainabfragen ziemlich gefährlich sein.

Eingaben können protokolliert, gespeichert, verkauft oder auch direkt registriert werden! Deswegen ist es wichtig einen zuverlässigen Anbieter für die Recherche neuer Domains zu suchen. Normalerweise kann man den großen deutschen Webhosting-Anbietern schon trauen, aber wie viele Domainsuchende kürzlich feststellen mussten, registrierte ein Hosting-Unternehmen in den Staaten für jede getätigte Suchanfrage sofort die entsprechende Domain. Dem registrierwilligen Kunden blieb nichts anderes über als auch diesen Anbieter – Network Solutions – für die Registrierung der Domain zu wählen Ein Ausführlicher Artikel (englisch) ist hier zu finden.

Domain-Recherche Tools

Mit Domain-Tools kann die Recherche erheblich vereinfacht werden. Hier einige Seiten, die Dir helfen können, eine passende Auswahl für Dein Projekt zu finden. Leider gibt es im deutschsprachigen Bereich noch nicht eine sehr große Auswahl.

Bost a name logo

Mein absoluter Favorit ist Bust a Name. Durch die Eingabe ein paar Begriffe werden sofort sämtliche freie Domains angezeigt. Mit nur einem Klick können auch Namen mit den Endungen ly, ster oder let ergänzt werden, welches – zumindest bei englischsprachigen Suchbegriffen – zu tollen Treffern führen kann. Das ganze sieht dann wie folgt aus

Bust-A-Name Test

psychic-whois

Sucht, ähnlich wie Bust-a-Name nach mehreren Domains durch die Angabe eines Stichworts.

make-words-com

Mit MakeWords.com werden anhand von selbst bestimmten Keywords quasi in Echtzeit freie Domains gesucht. Es gibt sogar extra eine deutsche Wörterbuch-Einstellung.

Sogar web 2.0 Namen kann man sich bei Lightsphere automatisch generieren lassen. Anscheinend gibt es dort so viele in Frage kommende Wörter, dass man überhaupt keine Keywords vorgeben muss.

Die Qual der Wahl des Webhosters

Letztendlich bleibt noch die Wahl des Unternehmens, bei dem die Domain dann letztendlich auch registriert wird. Eine gute Informationsquelle ist dort die Seite Webhostlist, die monatlich die TOP 10 Webhoster kürt und die es gleichzeitig auch ermöglicht nach bestimmten Features zu suchen.

Nicht selten ist auf Platz 1 auch mein Webhoster All-Inkl.com (referral link), den ich bisher uneingeschränkt empfehlen kann. Doch es gibt sehr unterschiedliche Ansprüche in diesem Bereich, deswegen werde ich zum Thema Webhosting bald noch einen gesonderten Text verfassen.

Aber Grundsätzlich gilt auch hier: Der Domainame ist nicht alles! Der Inhalt des Blogs, ist meiner Meinung nach, noch der beste Garant für einen langfristigen Erfolg!

Kommentare

  • Ich beginne am am Ende: Da hast du vollkommen Recht, die Anforderungen sind meist sehr individuell und somitz kann sich eine unterschiedliche Sicht auf einen günstigen Webhosting-Anbieter ergeben. Ich habe selbst einige getestet und eine Auswertung für mich erstellt.
    Bei der Wahl der Domain gehört sicher etwas Erfahrung und auch Glück dazu. Auch mit einer gebrauchten Domain kann man gut fahren, denn diese haben bei Suchmaschinen einen etwas besseren Stand 😉 Auch hier ist viel Erfahrung und ein Quäntchen Glück notwendig.

  • Pingback: Domainwahl oder das grosse Grübeln » Dot-o-mator, auch, kann, noch, Domain, oder, nicht, Tools, eine, Domains » ESTUGO()

  • Staub Thomas

    Unter http://www.justdropped.ch gibt es eine Auflistung freigewordener .ch und .li Domains. Ist zwar eine eingeschränkte TLD Auswahl, dafür aber gratis und ohne Registrierung.

  • Michael Marheine

    SO lange man bei den Webhostern auf bekannte Namen achtet, kann man wenig falsch machen. EIn Wechsel ist schnell möglich, falls nötig. Deutschland oder Hosting im Ausland ist eine Überlegung. Echtnamen-Domains haben den Vorteil, dass man unter ihnen mittelfristig einen Expertenstatus besser verdeutlichen kann. Experten werden bekannter sein, als Unternehmensnamen. Diese sind erst präsent, wenn sie bereits Marken sind und sehr bekannt. Wer sein Business auf einen Markennamen aufbaut, braucht ein Vielfaches an Geld und Zeit, um dieses bekannt zu machen und zu etablieren. Namen von Personen funktionieren deutlich schneller! Zudem ist ein Echtname eher schon von Grund auf ein Alleinstellungsmerkmal, was ja anzustreben ist. Wer sein Business ernst nimmt, der hat auch nichts dagegen, seinen Namen mit einzubringen und genannt zu werden, persönlich dafür zu stehen …

    der Michael

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